Pädagogische Arbeit

Pädagogische Arbeit

Unsere pädagogischen Schwerpunkte

Respektvolles und wertschätzendes Miteinander mit Eltern und Kindern

Enge Erziehungs­partner­schaften mit den Eltern

Sicher­heit durch Struk­tur, Orien­tierung, Authen­tizität, und Konti­nuität … für alle

Bedürfnis­orientierte päda­gogische Arbeit

Selbst­bestimmtes Lernen

Vertrauensvolle Beziehungen

Gleichwertigkeit

Transparenz

Mitbestimmung und Teilhabe

Unser Bild vom Kind

Du musst nicht werden. Du bist schon!
– Jeannine Mik

Wir betrachten das Kind als von sich aus sozial und emotional kompetent. Diese Kompetenz ist von Geburt an vorhanden und äußert sich in der unterschiedlichen Reife der Kinder. Kinder haben ebenso eine natürliche Motivation die Welt zu entdecken und zu begreifen und sind bestrebt ein wertvoller Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Um sich in eine Gemeinschaft einfügen und ein positives Selbstbild entwickeln zu können, müssen sie beobachten und sich ausprobieren dürfen. Sie brauchen nachahmenswerte Vorbilder, Wegbegleiter, Impulsgeber, Erwachsene, die ihnen auf Augenhöhe begegnen, sie mit ihren Bedürfnissen ernst nehmen und mit ihnen in Beziehung treten. Und als genau solche verstehen wir uns.

Wir brauchen nur das Vertrauen ins Kind. Alles, was es für das Wachstum benötigt, trägt es bereits in sich.
– Jesper Juul

Das kindliche Spiel

Einen besonderen Wert legen wir auf die Freispielzeit, denn Spielen ist das tiefste Bedürfnis eines Kindes. Erlebtes wird im Spiel nacherlebt, aufgearbeitet und vertieft. Stellen sich die Kinder ihre Aufgaben dabei selbst, sind sie mit ganzem Herzen bei der Sache, verwirklichen sich und sind zu Anstrengungen und Höchstleistungen bereit.

Die Freispielzeit beschreibt daher den Zeitabschnitt, in welchem sich das Kind das Spielzeug und den/die Spielpartner selbst auswählt und seine Zeit frei gestaltet. Hier haben die Kinder die Möglichkeit eigene Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen und lernen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Die Kinder probieren eigenständig aus, wiederholen, finden eigene Lösungswege und erforschen sich im Umgang mit den anderen. Von besonderer Bedeutung ist dabei für uns das bewegte Spiel, so dass wir uns möglichst viel im Außenbereich aufhalten.

Bildungsangebote

In unserer pädagogischen Arbeit richten wir uns nach dem Situationsansatz. In ihm stehen die Selbstbildungsprozesse der Kinder im Fokus. Hierbei unterstützen und begleiten wir die Kinder nicht nur im Freispiel sondern auch aktiv in Form gezielter Aktivitäten aus den verschiedenen Tätigkeitsfeldern und Bildungsbereichen (z.B. kreatives Gestalten, Wahrnehmungsangebote, Bewegungsangebote, etc.). Diese orientieren sich immer an den Interessen und Entwicklungsthemen der Kinder und sind in der Regel eingegliedert in Projekte und das tägliche Gruppengeschehen. Sie finden aber auch in Kleingruppen oder in den Morgen- und Mittagskreisen statt und werden gemeinsam mit den Kindern erarbeitet.

Mitwirken der Kinder

Jedes Kind hat das Recht auf Selbstbestimmung und die aktive Mitgestaltung seines Umfelds. Wir sehen Kinder als gleichwertig und legen großen Wert darauf sie altersgemäß an Entscheidungsprozessen zu beteiligen und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen. Sie sollen ihre Interessen vertreten, sich aktiv einmischen und mit anderen Kindern und Erwachsenen verhandeln und gemeinsam Lösungen finden. Auf diese Weise übernehmen sie Verantwortung für alltägliche Entscheidungen und erleben sich als Teil eines großen Ganzen. Ihre Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen und andere zu respektieren wird gestärkt während sie sich gleichzeitig als autonom und wertvoll erfahren.

In diversen kleineren Umfragen und einer großen jährlichen Zufriedenheitsabfrage geben wir den Kindern zusätzlich gezielt die Möglichkeit ihre Meinung zu äußern.

Altersspezifische Bildung

Ein besonderes Augenmerk in der altersspezifischen Bildung legen wir auf das letzte Jahr vor der Schule. In diesem Jahr treffen sich die Vorschulkinder einmal wöchentlich, um gemeinsam an gezielten Themen und Projekten zu arbeiten. Wichtig ist uns hierbei die Interessen der Kinder zu berücksichtigen, da echte Begeisterung der Schlüssel zu erfolgreichem Lernen ist. Die Projekte entstehen, wie auch im Alltag, also immer aus den Kindern heraus. In der gemeinsamen Ausgestaltung dieser Projekte mit den Kindern, behalten wir die für die Schule relevanten Kompetenzen, wie z.B. Selbstvertrauen, sozial-emotionale Stärke, Selbstständigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Anstrengungsbereitschaft, grob- und feinmotorische Fähigkeiten stets um Blick und fördern Situationen, in denen die Kinder diese Kompetenzen erweitern können. Grundsätzlich sehen wir den Erwerb der Kompetenzen, die für einen erfolgreichen Start in der Schule notwendig sind, aber nicht vorrangig in den wöchentlichen Treffen der Vorschulkinder sondern als Teil des Alltags in der gesamten Kindergartenzeit.

Während sich die Vorschulkinder treffen, haben die jüngeren Kinder die Möglichkeit den Gruppenraum in einem kleineren Gruppenverband, ohne die Ältesten, noch einmal ganz anders zu nutzen.